PostFinance Business Review für Schweizer Freelancer
Anbieter
PostFinance AG
Best für
Schweizer Freelancer und kleine Firmen, deren Zahlungsverkehr primär in der Schweiz läuft und die ein verlässliches, lokal verankertes Geschäftskonto wollen.
Preisbild
CHF 5 pro Monat für das Geschäftskonto in CHF oder EUR laut Anbieter, Fremdwährungskonten CHF 2 pro Monat, für Neugründer zwei Jahre kostenlose Kontoführung im Startup-Paket
Schweizer Fit
Sehr hoch, weil PostFinance ein Schweizer Standard ist, QR-Rechnung und E-Rechnung direkt unterstützt und der gesamte Zahlungsverkehr auf Schweizer Prozesse ausgelegt ist.
Bewertung
Stärken
- Schweizer IBAN, QR-Rechnung und E-Rechnung sind selbstverständlicher Teil des Kontos, nicht ein Zusatzmodul
- Sehr klares Preisbild mit CHF 5 pro Monat und laut Anbieter zwei Jahren Gratis-Kontoführung für Neugründer
- Hohe Verlässlichkeit und Akzeptanz im Schweizer Geschäftsalltag, von Treuhand bis Kundenzahlung
Einschränkungen
- Für internationale Zahlungen und Fremdwährungen deutlich weniger flexibel und günstiger als spezialisierte Anbieter
- E-Finance ist funktional, aber weniger modern und schnell als die Apps der Neobanken
- Kunden mit Wohnsitz im Ausland zahlen laut Anbieter einen Zuschlag von CHF 25 pro Monat
Ist PostFinance Business das Richtige für dich?
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Läuft dein Zahlungsverkehr zu 80 Prozent oder mehr in der Schweiz?
Willst du ein Konto, das Treuhand, Kunden und Behörden ohne Erklärung akzeptieren?
Gründest du gerade neu und willst die Fixkosten tief halten?
PostFinance Business ist aktuell unsere Top-Empfehlung für das Geschäftskonto von Schweizer Freelancern, und zwar aus einem unspektakulären Grund: Es ist das Konto, das im Schweizer Alltag am wenigsten Reibung erzeugt. Schweizer IBAN, QR-Rechnung, E-Rechnung, verlässlicher Zahlungsverkehr und ein Fixpreis von CHF 5 pro Monat laut Anbieter. Das klingt banal, ist aber genau das, was ein Geschäftskonto leisten soll.
Diese Empfehlung gilt bewusst für ein bestimmtes Profil: Selbständige und kleine Firmen, deren Kunden und Lieferanten überwiegend in der Schweiz sitzen. Wer stark international arbeitet, bewertet ein Konto anders und landet eher bei Wise Business oder Revolut Business. Für den lokalen Standardfall ist PostFinance aber der sauberste Referenzpunkt in unserer Bestenliste der Geschäftskonten für Freelancer.
Warum PostFinance Business derzeit vorne liegt
Drei Dinge tragen die Empfehlung:
- Lokale Selbstverständlichkeit. Eine PostFinance-Kontoverbindung muss niemandem erklärt werden. Kunden zahlen ohne Nachfrage, Treuhänder kennen die Auszüge, Behörden und Sozialversicherungen arbeiten reibungslos damit. Das spart dir über das Jahr mehr Nerven, als ein einzelnes Feature je könnte.
- QR-Rechnung und E-Rechnung als Grundfunktion. Wer in der Schweiz fakturiert, kommt an der QR-Rechnung nicht vorbei. PostFinance behandelt sie nicht als Spezialfall, sondern als normalen Teil des Zahlungsverkehrs. Das passt zu jedem Setup mit Schweizer Rechnungssoftware, etwa den Tools aus unserer Rechnungssoftware-Bestenliste.
- Ein Preisbild ohne Überraschungen. CHF 5 pro Monat, elektronische Kontoauszüge inklusive, laut Anbieter bis zu 60000 Inland-Transaktionen pro Jahr im Grundpreis. Für einen Freelancer ist das faktisch eine Flatrate.
Dazu kommt ein Punkt, der für Gründer konkret Geld wert ist: Laut Anbieter entfällt die Kontoführungsgebühr im Startup-Paket für Firmen, die in den letzten zwei Jahren gegründet wurden, während zweier Jahre komplett.
Preisbild und Einstieg
Das Geschäftskonto in CHF oder EUR kostet laut Anbieter CHF 5 pro Monat. Zusatzkonten in acht weiteren Währungen wie USD oder GBP gibt es für CHF 2 pro Monat. Papier-Kontoauszüge kosten CHF 3 pro Dokument, elektronische Auszüge sind kostenlos. Wichtig für Grenzfälle: Kunden mit Domizil im Ausland zahlen laut Anbieter zusätzlich CHF 25 pro Monat.
Es gibt weder Mindestumsatz noch Mindesteinlage. Für Freelancer heisst das: Du kannst das Konto vom ersten Tag an führen, ohne dass es sich erst ab einer bestimmten Grösse rechnet. Die Eröffnung läuft digital, für Einzelfirmen ohne Handelsregistereintrag genauso wie für eingetragene Gesellschaften.
Wie sich das Konto in den grösseren Finanzalltag einfügt, haben wir im Ratgeber Banking und Ausgaben beschrieben: Ein Geschäftskonto ist kein Selbstzweck, sondern das Fundament für sauberen Bankabgleich, Belegfluss und Buchhaltung.
Wo PostFinance Business an Grenzen stösst
Internationale Zahlungen sind nicht die Stärke
Fremdwährungskurse und Auslandsüberweisungen sind bei PostFinance spürbar teurer als bei spezialisierten Anbietern. Wenn du regelmässig Rechnungen in EUR oder USD stellst oder bezahlst, verlierst du hier real Geld. Viele international arbeitende Freelancer fahren deshalb zweigleisig: PostFinance als Schweizer Hauptkonto, Wise oder Revolut für den Fremdwährungsanteil.
E-Finance ist solide, aber nicht modern
Das Online-Banking erledigt zuverlässig, was es soll. Wer aber die Geschwindigkeit und das App-Erlebnis von Neobanken kennt, wird E-Finance als funktional, nicht als angenehm empfinden. Für ein Konto, das du zweimal pro Woche öffnest, ist das verkraftbar. Erwarten solltest du hier trotzdem keine Produktbegeisterung.
Keine eingebaute Buchhaltungslogik
PostFinance ist eine Bank, kein Admin-Tool. Ausgabenkategorien, Belegscan oder Rechnungsstellung musst du in deiner Software abbilden, etwa mit Magic Heidi für Rechnungen und Ausgaben. Das ist kein Nachteil des Kontos, aber ein Punkt, den Neobanken teilweise stärker integrieren.
Für wen PostFinance Business die richtige Wahl ist
PostFinance Business passt am besten, wenn:
- deine Kunden überwiegend in der Schweiz sitzen und in CHF zahlen
- du ein Konto willst, das Treuhand und Behörden ohne Diskussion akzeptieren
- dir ein tiefer, planbarer Fixpreis wichtiger ist als App-Finesse
- du gerade gründest und die zwei Gratis-Jahre des Startup-Pakets mitnehmen kannst
Weniger ideal ist das Konto, wenn dein Geschäft primär international läuft, du laufend Währungen wechselst oder du ein Banking suchst, das sich wie ein modernes Software-Produkt anfühlt. Dann lies unsere Einschätzungen zu Revolut Business und Wise Business in der Geschäftskonto-Bestenliste und den Hintergrund im Artikel Geschäftskonto für Freelancer in der Schweiz.
Unser Urteil
PostFinance Business gewinnt nicht mit Glanz, sondern mit Verlässlichkeit. Für den typischen Schweizer Freelancer ist es das Konto mit dem besten Verhältnis aus Preis, lokaler Passung und Alltagstauglichkeit. Deshalb steht es bei uns auf Platz 1.
Die klare nächste Entscheidung: Wenn dein Zahlungsverkehr schweizlastig ist, eröffne PostFinance Business als Hauptkonto und prüfe erst danach, ob du für Fremdwährungen ein Zweitkonto brauchst. Wie wir solche Empfehlungen herleiten, steht in unserer Methodik.
Preise
| Plan | Preis | Hinweise |
|---|---|---|
| Geschäftskonto CHF oder EUR | CHF 5 / Monat | laut Anbieter, inklusive elektronischer Kontoauszüge und bis zu 60000 Inland-Transaktionen pro Jahr |
| Geschäftskonto Fremdwährung | CHF 2 / Monat | pro Konto in AUD, CAD, DKK, GBP, JPY, NOK, SEK oder USD laut Anbieter |
Häufige Fragen
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PostFinance Business 8.7/10
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